Apropos Geld! Vierte Folge der Serie mit Finanzmentor Philipp J. Müller

Sparen ist gut und schön – aber was, wenn man über gar keine finanziellen Überschüsse verfügt, sondern nur Schulden hat, die erst abbezahlt werden müssen? Ein Thema, das viele Menschen belastet, aber gerade deshalb enorm wichtig ist. In Zeiten von Kurzarbeit und steigender Arbeitslosigkeit nimmt auch die Überschuldung in unserer Gesellschaft zu. Wie Sie gar nicht erst in diese Falle tappen, lesen Sie in folgender Leseprobe aus Philipp J. Müllers neuem Buch GeldRICHTIG.

Schulden vermeiden

Ich möchte dir ein paar Regeln an die Hand geben, wie man mit dem Thema Schulden umgeht, was man tun könnte, was man lassen könnte und was sinnvoll ist. So viel sei schon mal verraten: Das Thema Schulden wird von fast allen Menschen in unserer Gesellschaft falsch gesehen. Ich treffe immer wieder Leute, die mir sagen, es gäbe »intelligente Schulden«. Das ist aus meiner Sicht nicht richtig.

Meine erste Regel lautet deshalb:

Mach niemals Konsumschulden!

Das ist eine ganz einfache Regel: Willst du ein iPhone, hast aber nicht das Geld für ein iPhone, dann kaufst du auch kein iPhone. Oder willst du einen Malediven-Urlaub machen? Für zwei Wochen und zwei Personen kostet das ungefähr 15.000 Euro und das Geld ist hinterher komplett weg, weil du noch nicht mal etwas gebraucht verkaufen kannst. Wenn du das Geld dafür nicht auf deinem Spaß-Konto im Töpfesystem hast, dann gibt es eben keinen Malediven-Urlaub. Ganz einfach. Und wenn das doch nicht so einfach ist, dann frage dich, wofür der Malediven-Urlaub bei dir steht: Vielleicht für einen großen Wunsch, sich endlich mal auszuruhen und zu erholen? Nun, das Erholen kannst du auch mit einem Sauna-Tag oder einem langen Spaziergang im Wald erreichen, vielleicht sogar besser, weil der ganze Stress, die lange Flugreise und die Zeitverschiebung wegfallen. Es bleibt also dabei: Mach niemals Konsumschulden.

Die zweite Regel betrifft den Autokauf. Wie schon erwähnt:

Ein Auto sollte nicht mehr als zwei Netto-Monatsgehälter kosten.

Wenn zwei Netto-Monatsgehälter ab heute die Vorgabe sind, müsstest du dein Auto dann verkaufen? Fast niemand braucht das Auto, das er aktuell besitzt, fast alle haben ein zu teures Auto. Als ich schon Millionär war, bin ich noch immer ein kleines Auto gefahren, obwohl ich Autos mag. Ein Auto sollte niemals ein Anlass für Schulden sein. Man kann heute mit Carsharing äußerst bequem in der Stadt unterwegs sein oder mit Fahrrad-, Bus- oder Taxifahrten die Kosten auf ein absolutes Minimum reduzieren und auf diese Art Schulden vermeiden, wenn das Geld gerade knapp ist.

Meine nächste Regel betrifft Immobilien. Immobilien sind des Deutschen liebstes Kind, so sagt man. Ich gebe dir eine Regel für Immobilien:

Wenn du nicht 30 Prozent des Kaufpreises sowie das Geld für die Nebenkosten für den Immobilienkauf hast, kaufst du keine Immobilie.

Selbstgenutzte Immobilien sind reiner Luxus, wir sollten dafür keine großen Schulden aufnehmen, die uns belasten. Wir als Familie leben zum Beispiel erst seit sieben Jahren in unserem eigenen Haus, vorher haben wir zur Miete gewohnt.

Warum aber dränge ich so darauf, Schulden um jeden Preis zu vermeiden? Sind sie nicht – zumindest kurzfristig – eine gute Möglichkeit, Engpässe zu überbrücken? Nein. Schulden machen Sklaven. Und jeder, der schon mal Schulden hatte, weiß genau, wovon ich rede. Ich weiß es auch. Ich selbst hatte Schulden, und meine Eltern hatten auch Schulden als Unternehmer. Schulden ziehen alles aus dir raus. Alles. Menschen werden krank wegen Schulden. Schulden sind eine absolute Katastrophe, weil sie uns unfrei machen. Durch Schulden fühlen wir uns arm. Wir haben ein Defizitgefühl, und das schadet uns massiv. Unser Geldverhalten, unser Gefühl, dass wir wohlhabend sein könnten, nimmt großen Schaden.

Für alle, die noch mehr über gutes Geldverhalten erfahren wollen, empfehlen wir Philipp J. Müllers Debüttitel GeldRICHTIG. Weitere Informationen zu Buch und Autor finden Sie auf der Seite zum Buchtitel: www.geldrichtig-buch.de. Dort wird in loser Folge auch eine Videoreihe rund um wichtige Begriffe aus der Finanzwelt veröffentlicht. Ein Beispiel sehen Sie hier. Philipp J. Müller beschäftigt sich darin mit der Frage, was sich eigentlich hinter dem Begriff der Rentenlücke verbirgt.

Philipp J. Müller

Philipp J. Müller ist Finanzmentor sowie Inhaber und Geschäftsführer der Finanzakademie »PJM Investment Akademie GmbH«, einem in Deutschland staatlich anerkannten Bildungsinstitut. Der Unternehmer beschäftigt sich seit seiner Jugend leidenschaftlich mit dem Thema Geld, ist vielfacher Einkommens- und Vermögensmillionär aus eigener Kraft und spendet hohe Summen. Er hat Jura studiert, als Quereinsteiger bei einer Bank gearbeitet und sich dann selbstständig gemacht mit verschiedenen Unternehmen in den Bereichen Anlage- und Investmentberatung, Versicherungen, Bau und Immobilienverwaltung.

Er steht für ein hohes Wertebewusstsein, persönliche Reife und soziale Verantwortung im Zusammenhang mit Geld. Seine Mission: Er will möglichst vielen Menschen ein neues Geldwissen vermitteln, um sie aus dem finanziellen Hamsterrad zu befreien und zu Wohlstand zu führen – jenseits von oberflächlichem Reichtum mit selbstbezogenem Konsum. In seiner Akademie lehrt er die dafür notwendige Persönlichkeitsentwicklung und ein ausgereiftes System, wie man seine Finanzen selbst in die Hand nehmen und ein regelmäßiges Einkommen an der Börse generieren kann. So hat er in den letzten fünf Jahren zahlreiche Menschen in die finanzielle Freiheit geführt, ihnen ermöglicht, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Mittlerweile hat er viele tausend Teilnehmer geschult und es gibt mehr als 60 Trainingsgruppen in zahlreichen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.