Schweinehund Günter wird zum Verkäufer

Unser Schweinehund begleitet uns immer und überall. So sehr haben wir uns an ihn gewöhnt, dass seine Gesellschaft uns fast gar nicht mehr auffällt. Schwierig wird es nur, wenn wir etwas tun müssen, das ihm missfällt. In Das Günter-Prinzip fürs Business gibt Stefan Frädrich Ihrem inneren Günter viele gute Tipps, damit er Sie in Zukunft nicht mehr ausbremst, sondern tatkräftig unterstützt: Wie gewinnt man Kunden? Was macht gute Chefs aus? Welche Geschäftsmodelle funktionieren? Wie baut man sich ein lukratives Business auf und bleibt langfristig motiviert und erfolgreich? Unseren Newsletter-Lesern verrät er heute schon, wie man Günter dazu bringt, ein lukrativer Verkäufer zu werden.

Verkaufen? Nein danke!

„Verkaufen?“ Sofort wettert Günter drauf los: „Verkaufen heißt andere über den Tisch zu ziehen. Und Verkäufer sind schmierige Klinkenputzer, die wehrlose Kunden gegen die Wand quatschen.“ Oje, da scheint Günter ja fiese Vorurteile zu haben! Ob er mal schlechte Erfahrungen gemacht hat? Oder plappert er einfach nach, was ihm andere vorgeplappert haben? Vielleicht sind seine Vorbilder ja sozialistische Wirtschaftsfeinde? Oder spießige Bildungsbürger? Oder misstrauische Geizkragen? Vom Verkaufen hat Günter jedenfalls keine Ahnung. Denn Verkaufen ist eine der wichtigsten Künste der Menschheit!

Solange Günter aber eine so negative Einstellung hat, wird es dir schwer fallen, verkaufen zu lernen. Besser also, wir erklären ihm zuerst, warum die Kunst des Verkaufens so wichtig ist. Dann motzt er nicht mehr herum, und du musst beim Verkaufen nicht ständig deinen inneren Schweinehund überwinden. Und wenn wir Günter ein wenig trainieren, wird er dir beim Verkaufen sogar helfen, anstatt dich zu behindern. Wenn man nämlich mit Günter zusammenarbeitet, geht einem alles viel leichter von der Hand!

Verkaufen – eine wichtige Kunst?

„Verkaufen soll also wichtig sein?“, zweifelt Günter. Na klar! Stell dir vor, du willst ein neues Fahrrad haben. In deiner Umgebung gibt es zwei Fahrradgeschäfte und beide bieten die gleichen Räder zum gleichen Preis an. Im ersten Geschäft schraubt ein wortkarger Angestellter an einem Sattel herum und übersieht dich einfach. Im zweiten Geschäft begrüßt man dich freundlich, serviert dir einen Kaffee und dann bekommst du eine super Beratung. In welchem Geschäft wirst du dein Fahrrad wohl kaufen? Natürlich im zweiten. Das ist Verkaufen! So einfach geht das.

„Verkaufen soll eine Kunst sein?“, zweifelt Günter wieder. Aber ja! Nehmen wir an, du hättest dir ein Bein gebrochen und nach endlos langen Wochen nehmen dir zwei Ärzte den Gips ab. Der eine sagt todernst: „Sie haben noch längst nicht alles hinter sich! Jetzt schicke ich Sie erst mal zur Krankengymnastik. Sie müssen nämlich noch ein langes und anstrengendes Therapieprogramm absolvieren!“ Der andere Arzt lächelt dich an und sagt: „Herzlichen Glückwunsch, Ihre Heilung klappt ja prima! Wenn Sie jetzt noch ein paar Mal Krankengymnastik machen, jagen Sie schon bald wieder wie ein junger Gott über den Sportplatz.“ Welcher Arzt motiviert dich eher zur Krankengymnastik? Natürlich der zweite. Auch das ist Verkaufen. Keine Klinkenputzerei, kein Über-den-Tisch-Ziehen!

Verkaufen? Au ja!

„Fahrräder und Gipsbeine?“, lästert Günter. „Wie lächerlich!“ Günter ist ein Sturkopf. Wenn er eine Meinung hat, verändert er sie nicht so schnell. Schade. Denn irgendwie scheint das Verkaufen ja überall vorzukommen: Im Fernsehen läuft eine Werbung nach der anderen, damit du die neuesten Waschmittel, Autos und Versicherungen kennenlernst. Im Supermarkt steht das bunte Regal mit den Süßigkeiten direkt neben der Kasse, damit dich deine Kinder daran erinnern, Schokolade einzukaufen. Und hast du dein Zeitungsabonnement nur aus Zufall oder hat man es dir mal irgendwie verkauft?

Auch vor anderen Lebensbereichen scheint das Verkaufen nicht Halt zu machen:  Wenn der Politiker deine Stimme haben will, erzählt er dir Geschichten, die dir gut gefallen. Wenn du Überstunden machen musst, muntert dich dein Chef ein bisschen auf. Und wenn die lieben Kleinen mal später ins Bett gehen wollen, versprechen sie ihren Eltern dafür eine Gegenleistung. Man könnte fast behaupten, verkaufen wäre ein Naturgesetz: Die Vogelmännchen balzen um die Vogelweibchen, die bunten Blumen buhlen um die Bienen. Und stell dir mal vor, du suchst seit Ewigkeiten einen Partner und plötzlich steht dein Traumtyp direkt neben dir. Was solltest du jetzt tun? Richtig: dich so gut wie möglich verkaufen!

Weitere nützliche Tipps finden Sie in Das Günter-Prinzip fürs Business.

Der Autor

Dr. Stefan Frädrich ist Experte für erfolgreiche Selbstmotivation. Bekannt wurde er durch seine Bestsellerbücher und eine umfangreiche Medienpräsenz mit eigenen TV-Sendungen. Er ist konzeptioneller und textlicher „Vater“ von Günter, dem inneren Schweinehund, und gehört zu den Topspeakern im deutschsprachigen Raum.